Archiv Neues aus den Mitgliedorganisationen 
(März 2002)
 

Offene Türen bei der Rheuma-Liga

Am 31. Januar lud die Rheuma-Liga in der Steglitzer Schützenstraße wieder zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Dabei gab es die Möglichkeit, alle Räumlichkeiten zu besichtigen und an Schnupperkursen wie „Atem und Bewegung“ oder „Tai Chi“ teilzunehmen. Die Mitarbeiterinnen der Kursverwaltung führten viele Informationsgespräche über die Angebote und konnten auch einige Mitgliedsanträge entgegennehmen. Im Begegnungszentrum nebenan fanden zwei Fachveranstaltungen statt. Gesprächsteilnehmer waren u.a. Vertreter des PARITÄTISCHEN und anderer Dachverbände, der Politik, der Krankenkassen sowie befreundeter Verbände und haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen der Deutschen Rheuma-Liga Berlin e.V. 
Ab 10 Uhr wurde die Evaluation der Selbsthilfegruppen von Christine Rosinsky-Stöckmann und Peter Böhm vorgestellt. Es ist die einzige Studie dieser Art, in der Mitglieder von Selbsthilfegruppen mit einem Fragebogen Auskunft über den Wert und Nutzen der Gruppen geben. 
Danach kann die Qualität von Selbsthilfegruppen durch folgende Faktoren bestimmt werden: Wie hoch sind emotionale Empfindlichkeit und Angenommensein in der Gruppe? Wie hoch ist das persönliche Wachstum in der Gruppe? Wie hoch ist der praktische Gewinn durch die Gruppe? Ferner hatten die Gruppen, die durch professionelle Kräfte angeleitet und deren Gruppensprecher kontinuierlich betreut wurden, höhere Werte als die nicht angeleiteten Gruppen.
Ein besonderer Blickfang an diesem Tag waren die Rheuma-Ringe der Schmuck-Designerin Christina Weskott, die zwei Dinge miteinander verbinden: Sie sind korrigierende Orthesen und Schmuckstücke zugleich. Rheumatisch bedingte Fingerfehlstellungen führen oft dazu, dass die Hände versteckt und die notwendigen ergotherapeutischen Spangen nur zuhause getragen werden. Mit den Rheuma-Ringen ist das nicht mehr nötig: Die hochwertigen, individuell angefertigten Schmuckstücke verbinden therapeutische Funktion mit ästhetischem Design. Möglich wurde die Entwicklung dieser völlige neuartigen Ringe durch die intensive Zusammenarbeit einer Rheumatologin und einer Ergotherapeutin aus Berlin mit der Schmuck-Designerin aus Köln. 
Barbara Beuth
· Deutsche Rheuma-Liga Berlin e.V. 

(RB 03/02)

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