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(März 2002)
 

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse besucht Lebenswert

Am 8.Januar begrüßte der Verein Lebenswert e.V. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse in den Räumen seiner Seniorenbegegnungsstätte in der Meyerbeerstraße 24, Berlin-Weißensee. Thierse besuchte Lebenswert e.V. im Rahmen seiner „NordOst“ Tour, die ihn seit Sommer 2000 regelmäßig in verschiedene Projekte, Initiativen und Firmen im gesamten Fusionsbezirk Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee führt. Als Mitglied des Bundestages für Berlin-Mitte/Prenzlauer Berg möchte er bei der kommenden Bundestagswahl für den neuen entstehenden Wahlkreis kandidieren.
Seinen Besuch in der Seniorenbegegnungsstätte wollte Thierse nutzen, um sich näher über die Situation älterer Menschen in diesem Bezirk zu informieren. Rund 80 Besucher/innen der Einrichtung, Vereinsmitglieder und Ehrenamtliche begrüßten den Bundestagspräsidenten und bereiteten ihm einen herzlichen Empfang.
Nach den Begrüßungsworten durch die Vereinsvorsitzende Barbara Schmarsow wurde dem Gast das Projekt und seine Arbeit vorgestellt.
Frau Schmarsow stellte die Vereinsgeschichte und den Arbeitsansatz des Vereins vor und gab einen Ausblick auf weitere Vorhaben. 
Uwe Kramarczyk, hauptamtlicher Mitarbeiter im Projekt Seniorenbegegnungsstätte, erläuterte die Angebote der Einrichtung.
Astrid Theiler, die ebenfalls hauptamtlich tätig ist, betonte die Notwendigkeit der Beschäftigung von Fachkräften in der Altenarbeit.
Als ehrenamtliche Mitarbeiterin und Beiratsvorsitzende des Vereins schilderte Gertrud Aschenborn, wie Ehrenamt und Bürgerschaftliches Engagement aus der Sicht einer Ehrenamtlichen definiert wird.
Bundestagspräsident Thierse zeigte sich beeindruckt von der Arbeit des Vereins und vom umfangreichen Angebot und der Hilfe für ältere Menschen in der Begegnungsstätte.
In einer kurzen Ansprache ging er auf das Bild vom alten Menschen ein. Er betonte die Notwendigkeit, in einer allein am Jugendideal orientierten Gesellschaft die Stellung des älteren Menschen wieder zu stärken und weiter in den Mittelpunkt zu rücken. Thierse forderte mehr Respekt gegenüber der älteren Generation und sprach sich gegen den „Jugendwahn“ aus.
Ältere Menschen dürften nicht aus der Gesellschaft verdrängt werden. Vielmehr sollte ihr umfangreicher Erfahrungsschatz genutzt werden.
Der prominente Gast betonte die Bedeutung des Ehrenamtes. Er sprach sich für eine verstärkte Förderung und Unterstützung ehrenamtlich geleisteter Arbeit aus. Als eine Möglichkeit einer effizienteren Förderung nannte Thierse staatliche Vergünstigungen. Damit würde der Sozialstaat entlastet, ohne dass er zugleich von seinen Pflichten entbunden würde.
Im Anschluss an die Ansprache nutzten die Besucher der Einrichtung die Möglichkeit, mit dem Bundestagspräsidenten ins Gespräch zu kommen.
Einige stellten Fragen, berichteten von ihren Erfahrungen in der Begegnungsstätte oder von ihrer ehrenamtlichen Arbeit.
Herr Thierse erklärte, dass er Ansprechpartner für die Einrichtung sein möchte und versprach, die Arbeit des Vereins zu unterstützen.
Als Abschiedsgeschenk überreichte Gisela Mill, zweite Vorsitzende des Vereins Lebenswert, dem Gast ein Aquarell, das in der Malgruppe entstanden ist. Das Bild zeigt das Logo des Vereins – eine Eule.
Astrid Theiler
· Lebenswert e.V. 

(RB 03/02)

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