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KomBi vor dem Aus Neben den nicht weiter finanzierten Stellen in der arbeitsamtsgeförderten Jugendbildung bedeutet die komplette Streichung der Senatsmittel in der Erwachsenenbildung für KomBi das Ende. Damit reißt auch eine 20-jährige Erfolgsstory emanzipativer Aufklärungsarbeit an Berliner Schulen abrupt ab. Dies steht in krassem Widerspruch zu den Verpflichtungen des Senats aus dem Antidiskriminierungsgebot in der Berliner Landesverfassung, dem Koalitionsvertrag und den neuen Rahmenplänen für Sexualerziehung an Berliner Schulen. Darin wurden erst kürzlich gleichgeschlechtliche Lebensweisen explizit als ein Schwerpunkt der Sexualerziehung festgeschrieben und eine Kooperation mit lesbisch-schwulen Einrichtungen empfohlen.
KomBi – Kommunikation und Bildung vom anderen Ufer – ging vor 20 Jahren aus der lesbisch-schwulen Emanzipationsbewegung hervor. Seither ist die Nachfrage stetig gestiegen. Als lesbisch-schwule Bildungseinrichtung findet KomBi mit seinem einzigartigen Konzept weit über Berlin Beachtung. Ziel der Arbeit ist es bis heute, Aufklärung über gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Geschlechterrollen und Umgang mit Vielfalt und Differenz an Jugendliche und pädagogische Fachkräfte zu vermitteln. Ein konsequent paritätischer und integrativer Ansatz garantiert Ausgewogenheit der lesbischen und schwulen Inhalte. Gerade in Zeiten, in denen radikales Gedankengut wieder um sich greift, nehmen auch homophobe Äußerungen auf dem Schulhof und im Klassenzimmer zu. Dem stehen viele Lehrerinnen und Lehrer hilflos gegenüber. Ihnen bietet KomBi fachliche Unterstützung durch professionelle Beratung und Bildungsveranstaltungen in der Jugend- und Erwachsenenbildung an. Auf dieses Angebot werden Berliner Schulen künftig verzichten müssen, wenn Jugend- und Bildungssenator Böger an den angekündigten Streichungen festhält. Und das ist nicht gut so.
· KomBi – Kommunikation und Bildung vom anderen Ufer e.V.
(RB 05/02)
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