Archiv Neues aus den Mitgliedorganisationen 
(Oktober 2001)
 

10 Jahre „Miteinander wohnen“


Mit zahlreichen Gästen, darunter der Bürgermeister des Bezirks Lichtenberg-Hohenschönhausen, Dr. Wolfram Friedersdorff, feierte der Verein „Miteinander Wohnen“ am 18. September sein zehnjähriges Bestehen. Christa-Maria Blankenburg, die als Vorsitzende die Glückwünsche des PARITÄTISCHEN überbrachte, hob ihre Schirmherrschaft über den „Club der 90-Jährigen“ hervor, der sie besonders mit der Initiative verbindet. Das Markanteste an dem Verein sei der unerschütterliche Optimismus, mit dem so viele Probleme am Anfang gelöst wurden und mit dem noch heute um die Finanzen gekämpft wird. Als personifiziertes Beispiel hierfür nannte Blankenburg die Vereinsvorsitzende Gudrun Hirche.
Was das Projekt in nur zehn Jahren auf die Beine gestellt hat, ist beispielhaft. Die Mitgliederzahl wuchs schnell auf rund 300 an. Der Name „Miteinander wohnen“ ist auch heute noch Programm. Der Verein versteht sich als Zentrum für ältere Menschen im Kiez, die Unterstützung für ein selbstbestimmtes, aktives Leben suchen und solange wie möglich unabhängig von pflegerischen Einrichtungen zu Hause wohnen wollen. Einzelangebote, die zu einer lückenlosen Betreuungskette verknüpft wurden, sind die besondere Stärke von „Miteinander wohnen“. 
Mittelpunkt der Vereinsarbeit ist die Seniorenfreizeitstätte im Hochhaus Volkradstraße 8. Sie entstand u.a. in enger Kooperation mit der Wohungsbaugesellschaft HOWOGE und dem Bezirksamt. Seit 1994 ist der Verein Träger der regionalen Koordinierungsstelle für die ambulante Rehabilitation älterer Menschen. 
Als Mitgesellschafter des Pflege-Wohnheims „Abendsonne“ engagiert sich der Verein auch im Bereich der stationären Versorgung und betreut in engem Kontakt die Bewohner des Heimes.
In die EURAG, dem Bund für die ältere Generation Europas, dessen Vorsitzende Inge Frohnert ebenfalls persönlich gratulierte, bringt „Miteinander wohnen“ seine besondere Kompetenz über die Lebenssituation älterer Menschen in den neuen Bundesländern ein.
Gemeinschaftssinn und Sachkompetenz, Ausdauer und ehrenamtliches Engagement haben den Verein „Miteinander wohnen“ in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der Berliner Altenarbeit gemacht. Er entwickelte in Ost-Berlin neue Versorgungsansätze, die für die Zukunft beispielhaft sind.
· Miteinander wohnen e.V. 
Volkradstr. 8, 10319 Berlin 
Tel.: 512 40 68 

(RB 10/01)

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