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(Oktober 2001)
 

Gegen religiösen Wahn in Pakistan!


Der Humanist Dr. Younus Shaikh ist in Pakistan wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilt worden. Der Humanistische Verband fordert seine Freilassung! Der Verband rief zu einer Protestaktion vor der Botschaft der Republik Pakistan (Schaperstr. 29, 10777 Berlin) am 27. September auf und übergab eine Protestnote an den Botschafter.
In Pakistan ist die Verunglimpfung des Namens des Propheten Mohammed ein Straftatbestand, für den die Todesstrafe zwingend vorgeschrieben ist. Der Humanistische Verband fordert die Regierung von Pakistan auf, Dr. Younus Shaikh umgehend freizulassen, die menschenrechtsverletzenden Blasphemiegesetze abzuschaffen und die Religions- und Weltanschauungsfreiheit zu gewährleisten.
Dr. Younus Shaikh ist Gründer der pakistanischen Organisation „Aufklärung“. Er ist Arzt und Dozent an der Medizinhochschule in Islamabad. Im Oktober 2000 wurde Dr. Shaikh verhaftet, weil er während einer Vorlesung gesagt haben soll, dass weder Mohammed noch seine Eltern Moslems gewesen sein können, bevor ihnen der Islam offenbart worden ist. Er wurde von einer konservativen religiösen Gruppe angezeigt, die dafür bekannt ist, Andersdenkende zu denunzieren und zu beschuldigen. Nach dem Gerichtsurteil beantragten die Familie von Dr. Shaikh sowie Menschenrechtler die Aufhebung der Todesstrafe.
· Humanistischer Verband Deutschlands 
Landesverband Berlin e.V.  ( www.humanismus.de

(RB 10/01)

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