Archiv Neues aus den Mitgliedorganisationen 
(November 2001)
 

Bundesverdienstkreuz für Harry Tresenreuter 


Über hundert ehrenamtliche Mitarbeiter/innen sowie zahlreiche geladene Gäste waren am 8. Oktober in das „Humboldt-Schlösschen“ des Altenselbsthilfezentrums Sozialwerk Berlin gekommen, um der Verleihung des „Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ an Harry Tresenreuter beizuwohnen. Im März 2000 hatte der PARITÄTISCHE vorgeschlagen, den ehemaligen Regierungsdirektor mit der Auszeichnung für sein Lebenswerk zu würdigen. Die Verleihung nahm Finanzsenatorin Christiane Krajewski vor, denn der Geehrte arbeitete bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1985 in der Finanzverwaltung.
Seit Ende der 60er Jahre engagiert sich Harry Tresenreuter für die Belange älterer Menschen. Seinen wirtschaftlichen Sachverstand und seine organisatorischen Fähigkeiten setzte er ein, um gemeinsam mit seiner Frau Käte Tresenreuter vor 30 Jahren das Sozialwerk Berlin aufzubauen. 1983 entstand in der Humboldtstraße 12 im Grunewald das Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum des Vereins. Es steht in voller Verantwortung älterer Menschen und ist über Berlins Grenzen hinaus zum Modell geworden. Heute treffen sich dort über 45.000 Besucher/innen im Jahr. Einen herben Rückschlag hatte das Zentrum durch einen Brandanschlag am Rosenmontag 1999 zu verkraften. Dem Verhandlungsgeschick von Harry Tresenreuter ist es zu verdanken, dass das „Humboldtschlösschen“ trotz einer total zerstörten Inneneinrichtung nur wenige Monate später schon wieder öffnen konnte.
Weitere Meilensteine im Engagement des heute 77-Jährigen sind der Aufbau von Koordinierungsstellen für die ambulante Rehabilitation älterer Menschen und gemeinsam mit älteren Menschen aus Ostberlin die Gründung von Vereinen nach der Wende, u.a. „Jahresringe – Verband für Vorruhestand und aktives Alter“.
Die Aktivitäten des Ehepaars Tresenreuter, das alle Projekte stets gemeinsam angeht, beschränken sich nicht nur auf Berlin. In Tallinn, der Hauptstadt Estlands, entstand ein Selbsthilfezentrum nach dem Vorbild des Sozialwerks Berlin. Für dieses Projekt beschaffte Harry Tresenreuter Mittel der Europäischen Union und anderer Geldgeber. Er übernahm dabei mit dem Sozialwerk Berlin e.V. als deutsche Organisation die Verantwortung für die ordnungsgemäße Gestaltung. Gemeinsam mit seiner Frau engagiert er sich auch in bundesweiten und europäischen Gremien wie der EURAG. 
Harry Tresenreuter hat sich gemeinsam mit seiner Frau Käte für das Wohl und die Selbsthilfe älterer Menschen in Berlin, in Deutschland und Europa eingesetzt. Dafür dankte ihm Finanzsenatorin Krajewski in ihrer Ansprache ausdrücklich.
· Sozialwerk Berlin e.V. 
Altenselbsthilfezentrum
Humboldtstr. 12, 14193 Berlin
Tel. 891 10 51, Fax 892 60 08 

(RB 11/01)

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