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Dialog-Lebenshilfe begeht Zehnjähriges
Am 1. November 2001 begeht die Beratungsstelle „Dialog – Lebenshilfe“ des Lebensmut e.V. ihr zehnjähriges Bestehen. Sie war 1991 auf der Basis von Sozialstudien entstanden, um den Einwohnern des Stadtbezirkes schnell und kompetent bei der Bewältigung existenzieller sozialer Probleme durch die Situation nach der Wende behilflich zu sein.
Bis heute entwickelte sich die Einrichtung in mehreren Etappen zu einem Verbund sozialer Projekte in den Berliner Großbezirken Lichtenberg- Hohenschönhausen, Pankow und Mitte sowie in den brandenburgischen Orten Strausberg und Mallnow (Kreis Märkisch-Oderland).
Fast 300 Mitarbeiter/innen wurden in dieser Zeit in ein- oder mehrjährigen Arbeitsverhältnissen beschäftigt und leisteten zusammen über 500 Jahre integrative Sozialarbeit. Rund 50 von ihnen konnten zum Ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.
Seit 1991 wurden insgesamt 118 gemeinnützige Projekte in den Bereichen gerontotherapeutische Beratung und Betreuung, soziale Lebenshilfen für Ältere, Behinderte und Bedürftige sowie Kinder, Jugend und Familie aufgelegt, von denen gegenwärtig 25 betrieben werden.
Im Jubiläumsjahr werden bis zu 3.500 ältere und hochbetagte Frauen und Männer mit unterschiedlichen psychosozialen Problemen beraten. Weitere Klienten/innen sind seelisch und körperlich behinderte Menschen mit oft komplexen psychischen Schäden. Das Geld für die 88 ABM-, SAM- und Regelfinanzierungsstellen kommt von EU, Bund, Land und Stadtbezirken.
Neuestes Projekt ist der in einem Servicetrakt der Wohnungsgesellschaft HOWOGE gelegene Kieztreff „Falkenbogen“. Er wurde im Juli mit einer Lesung von Gisela Karau eröffnet. Ständige Veranstaltungen und Ausstellungen sollen ihn für die 17.000 Bewohner des Einzugsgebietes attraktiv machen. Der Kieztreff steht Bürgerinitiativen, Selbsthilfegruppen und privaten Familienfeiern ebenso offen wie Schriftstellern, Unterhaltungskünstlern und Kommunalpolitikern. Auf dem Programm stehen bisher Gedächtnistraining, Stresskurse, Bestattungsberatung, Atmungstherapie und Frauenfrühstück für Alleinerziehende.
„Eine Herausforderung für Dialog–Lebenshilfe sind nicht nur der ständig wachsende Anteil älterer Menschen und die zunehmende Zahl behinderter Kinder und Jugendlicher“, sagt Dr. Rudi Schütt, der als Gerontotherapeut und Pädagoge die Einrichtung leitet. Auch mangelnde Qualifizierung und eine durch Langzeitarbeitslosigkeit sinkende Motivation potenzieller Mitarbeiter/innen sei zu beklagen. Die stärkste Belastung für Einrichtungen wie Dialog-Lebenshilfe sei aber die nach wie vor ungenügende Planungssicherheit im geförderten Arbeitsmarkt.
· Lebensmut – Verein für Dialog und selbstbestimmte Lebensgestaltung e.V.
Grevesmühlener Str. 24, 13059 Berlin
Tel. 920 80 71, Fax 920 96 86
(RB 11/01)
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