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HVD übernimmt Quartiersmanagement in Neukölln Mit dem Programm „Quartiersmanagement“ unterstützt das Land Berlin seit drei Jahren Stadtteile, in denen sich soziale Probleme und städtebauliche Missstände ballen. Im Rollbergviertel in Berlin-Neukölln übernimmt der Humanistische Verband ab Januar 2002 die Trägerschaft für das Quartiersmanagement
Quartiersmanagement soll soziale Probleme in einem benachteiligten Gebiet aufgreifen, die Lebenssituation der Bewohner verbessern und die vorhandenen positiven Potenziale fördern. Dies geschieht durch eine Vernetzung von politischen Handlungsfeldern wie Städtebau, Sozial-, Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Gesundheitspolitik sowie der Schul- und Freizeitsituation. Im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe sollen vor allem die Kräfte geweckt werden, die in den Bewohnern stecken.
Rund 30 Nationen leben im Rollbergviertel Tür an Tür, die kulturellen Unterschiede sind entsprechend groß. Da bleiben Nachbarschaftskonflikte nicht aus. Viele Bewohner des Rollbergviertels sind von Armut und Existenzsorgen betroffen. So sind etwa 30 Prozent der Einwohner arbeitslos und die Quote der Sozialhilfeempfänger beträgt 28 Prozent.
Seit 1998 hat sich schon einiges im Rollbergviertel getan: Über fünf Millionen Mark flossen in Wohnumfeldverbesserungen wie neu gestaltete Grünanlagen, Fassadenerneuerung und Spielplatzsanierung. Die vorhandene Dichte an sozialen Einrichtungen sowie die von der aktiven Bewohnerschaft initiierten Projekte schaffen eine gute Ausgangslage für das Quartiersmanagement. Auf Grund unserer guten regionalen Verankerung in Neukölln stehen die Chancen gut, dass eine integrierte Gebietsentwicklung gelingt. Der Humanistische Verband ist berlinweit der einzige gemeinnütziger Träger, der Quartiersarbeit koordiniert.
· Humanistischer Verband Deutschlands, Landesverband Berlin e.V.
(RB 12/01)
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