Hochwasserhilfe

 

Die Bilder und Berichte von Menschen, denen strömende Fluten buchstäblich alles – auch die Hoffnung – unter den Füßen weggespült hat, werden wir noch eine Weile als Schreckensvision in uns tragen. Auch im Land Brandenburg verursachten die Fluten Schäden in noch nicht genau bezifferter Höhe. In Sachsen-Anhalt, so eine erste Schadensbilanz, sind 12 Mitgliedseinrichtungen und zwei Einrichtungen des PARITÄTISCHEN vom Hochwasser betroffen. In Sachsen verzeichnen 56 Träger mit insgesamt 117 Einrichtungen zum Teil erhebliche Schäden. Im Land Brandenburg wurden vier Mitgliedsorganisationen in der Prignitz vorsorglich evakuiert aber schon nach wenigen Tagen konnte Entwarnung gegeben werden.

Der Paritätische in Sachsen hat aufgrund der Katastrophe eine Internetseite eingerichtet. Hier können Sie sich, auch tagesaktuell, über Schäden und betroffene Mitgliedsorganisationen informieren. Die Seite "Hilfe für Helfer" erreichen Sie über www.parisax.net.

Viele Mitgliedsorganisationen im gesamten Bundesgebiet haben den Menschen in den Hochwassergebieten spontan geholfen – durch aktive Mithilfe vor Ort, durch eine Sach- oder Geldspende oder einfach in dem sie das Gespräch mit den betroffenen Menschen gesucht haben.

Der PARITÄTISCHE hat für betroffenen Mitgliedsorganisationen ein Spendenkonto eingerichtet. Auch der Arbeiter-Samariter-Bund und die Volkssolidarität haben als Mitgliedsorganisationen des PARITÄTISCHEN zur Spende für vom Hochwasser betroffene Menschen aufgerufen.  

Auch in Brandenburg haben viele Mitgliedsorganisationen für Paritätische Einrichtungen in Sachsen oder Sachsen-Anhalt gesammelt oder gespendet.

·        Der Verein Positiv e.V. aus Fürstenwalde hat Decken, Kinderbekleidung, Spielzeug und Geld für einen Partnerverein in Pirna (Sachsen) gesammelt.

·        Die Kita Kunterbunt aus Frankfurt (Oder) ist Anfang September mit Sachspenden nach Dessau gefahren, um dort eine Kindereinrichtung mit dem Notwendigsten zu versorgen.

·        Der Verein Independent Living e.V. hat einen Trödelbasar organisiert. Die Einnahmen kamen zwei Kindereinrichtungen in Sachsen zugute.

·        Der Vorstand des Vereins für menschliche Hilfe in Strausberg und Umgebung e.V. und das Kollegium der Kita „Kinderland“ spendeten 500€ für den Wiederaufbau des Kinderspielplatzes das Kinderhauses Kipsdorf in Altenberg (Sachsen).

·        Kolleginnen und Eltern des Montessori Kinderhauses in Cottbus, eine Einrichtung  der Paritätischen Kita gGmbH, spendeten 565€ für den Verein Huckepack e.V. in Dresden.

·        Der Verein Neue Sozialarbeit Brandenburg e.V. hat 1000€ auf das Spendenkonto des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes überwiesen.

·        Der Verein Waldorfpädagogik Frankfurt (Oder) e.V. hat an Waldorfeltern in Dresden eine Geldspende überwiesen.

·        Die Freiwilligenagentur in Cottbus plant gemeinsam mit Jugendlichen des Max-Steenbeck-Gymnasiums und vier Auszubildenden des Berufsbildungszentrums Cottbus e.V. in den Herbstferien einen Arbeitseinsatz bei einer Mitgliedsorganisation in Dresden.

·        Auf einer Veranstaltung für Seniorinnen und Senioren in Perleberg hat die Kreisgeschäftsstelle Perleberg der Volkssolidarität in Brandenburg e.V. 3.134,50€  sowie Sachspenden gesammelt. Dieser Betrag wurde auf das Spendenkonto der Volkssolidarität eingezahlt.

·        Die Christliche Bürgerhilfe Löwenberg e.V. hat im Rahmen ihrer Seniorenarbeit  1.400 € gesammelt. Die Spende ist für die Volkssolidarität, Kreisverband Sächsische Schweiz e.V. bestimmt.

·        Die LEBENSHILFE WERKSTÄTTEN FÜR BEHINDERTE "Hand in Hand" g GmbH, hat im Rahmen ihrer Aktionen 924,40€ gesammelt. Dieser Betrag kommt der WfB Olbernhau Lebenshilfewerk e.V. in Olbernhau zu.

·       Kyritzer Integrationskita gibt Preisgeld an Flutopfer weiter.

Mehr gibt's unter:  Kleine Knatterkönige helfen

·       Das Stadtteilprojekt Schmellwitz hat anlässlich seines 5. Spielplatzgeburtstages eine Tombola zu Gunsten des ASP "Eselsnest" in Dresden  veranstaltet. Dabei kamen 180. Euro zusammen. Zusätzlich wurden von den Stadtwerken100 Euro an das Projekt übergeben. Auch dieses Geld kommt dem "Eselsnest" zu.

·       Die KITA " Kinderland" des "Vereins für menschliche Hilfe in Strausberg und Umgebung e.V."
überwiesen am 02.10.2002 weitere 400,00 € für den Neuaufbau des Kinderspielplatzes des "Kinderhauses" in Kippendorf. Das war der Erlös eines von der KITA "Kinderland" organisierten Basars.

·       Die Projekte "Streetwork" und Löwenzahn, waren vom 27.-29.9.2002 in Altenberg. Dort haben die Jugendlichen beider Projekte, gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr und weiteren freiwilligen an einem Denkmalgeschütztem Haus Hilfe geleistet. Umgestürzte Bäume würden zerlegt und abtransportiert. Unter hartem körperlichen Einsatz, wurde Schütt weggeräumt und Erdreich bewegt. Trotz der Anstrengungen waren alle Jugendlichen von diesem Einsatz begeistert. Beeindruckend, so die Jugendlichen, ist auch das große Engagement der anderen Helfern sowie der dort lebenden Menschen.

 

Täglich erreichen uns neue Mitteilungen über Hilfsaktionen und Spenden der Mitgliedsorganisationen. Daher kann diese Übersicht nur einen kleinen Ausschnitt des Engagements unserer Mitgliedsorganisationen wiedergeben. Allen Helferinnen und Helfern sei Dank.



Jeder kann helfen! Sonderbriefmarke "Hochwasserhilfe"

Mehr Informationen gibt es hier.

 


Mitgliedsorganisationen helfen Mitgliedsorganisationen
 

  • KITA "Sonnenschein"  aus Potsdam hilft KITA in Sachsen

Die Kita Sonnenschein der Paritätischen Kindertagesstätten gGmbH in Potsdam hat mit Kuchenverkauf und einer Spende der MitarbeiterInnen 1082€ für die Integrationskita „Albert Schweitzer“ in Dresden gesammelt. Auch zur Sachspende hatte die Kita aufgerufen. Am 6. September 2002 fuhr Petra Adolph, die Leiterin der Kita Sonnenschein, nach Dresden, um  die Geld- und Sachspenden an die MitarbeiterInnen zu übergeben.  

Ein Bericht von der Fahrt nach Dresden.

Der Empfang in Dresden war sehr herzlich. Alle haben sich über die Geld- und Sachspenden natürlich sehr gefreut. Die älteren Kinder und der Zivildienstleistende halfen fleißig beim Entladen des Busses mit. Die Sachspenden wurden schon einen Tag später sortiert und an die Familien weitergegeben, die ihr gesamtes Hab und Gut durch das Hochwasser verloren haben. Sie sollten schnell Hilfe erhalten. Die Familien erhielten Haushaltwaren Bettwäsche, Schlafdecken, Handtücher, Geschirr und Besteck. 

Das Spielzeug und die Kleidung werden nach Bedarf verteilt oder bleiben vorerst in der Kindertagesstätte. Auch in den Räumen der Kindertagessstätte hat das Hochwasser sichtliche Spuren hinterlassen. Obwohl der Keller inzwischen schon wieder trocken zu sein schien, konnte man die Feuchtigkeit noch überall riechen. Auch im gesamten Stadtteil roch die Luft noch feucht und klamm. Vor dem Krankenhaus, gleich gegenüber der Kita, lagen noch Sandsäcke, und auf den Straßen waren teilweise noch Wasserlachen zu sehen. 

Auf dem Spielplatz der Kita waren deutliche „Spuren“ der Überschwemmung sichtbar: Der Holzschuppen fault und sämtliche Holzgerüste und Sitzbänke sind morsch. Da muss in den nächsten Monaten einiges erneuert werden. In der Stadt Dresden selbst sind allein fünf Kitas so stark beschädigt, dass sie noch geöffnet haben.  

Wir hoffen, dass unsere Hilfe zumindest die akute Not der Familien und der Integrationskita etwas lindern konnte. Erfreulicher Weise hat der Baumarkt Hellweg in Falkensee noch 104,00 € an die Kindertagesstätte überwiesen. Dafür herzlichen Dank 

Petra Adolph, Leiterin der Kita Sonnenschein

 

  • Prebelower Kinderland e.V. begrüßt 25 tschechische Kinder

Der Verein Prebelower Kinderland e.V. hat im August und September 145 Kinder aus Eilenburg in Sachsen, aus den von Hochwasser betroffenen Gebieten Südböhmens um Majdalena bei Budweiß und Strakonice, sowie Kinder aus Usti nad Labem aufgenommen.

Dies ermöglichen Spenden von der Landesregierung und der Brandenburgischen Bevölkerung. Laut Auskunft des Projektleiters stehen weitere Mittel aus Spenden für die Unterbringung von Kindern aus Hochwassergebieten zur Verfügung.


Dank an das Prebelower Kinderland e.V.

 

Sehr verehrte Bürgerinnen und Bürger
des Landes Brandenburg und der Bundeshauptstadt Berlin 

Im Namen der 25 Kinder und 4 Betreuer aus den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebietes Südböhmens und Majdalena bei Budweiß und Strakonice möchte ich Ihnen allen sehr herzlich danken. Uns hat das Hochwasser derart überrascht, dass viele der Kinder hier nur mit den Sachen anreisen konnten, die sie am Körper hatten. Umso erfreuter waren wir, welche Welle der Hilfsbereitschaft uns im Kindererholungszentrum Prebelow bei Rheinsberg erreicht hat. Die Landjugend hatte dort für uns Plätze gebucht und uns betreut und schöne Tage gestaltet. 

Das Abholen hatte das Prebelower Kinderland e.V. mit seinem eigenen Reisebus übernommen, und es war eine abenteuerliche Fahrt durch die Überschwemmungsgebiete.

Im Prebelower Kinderland fanden wir dann alles, was wir brauchten – saubere und trockene Unterkünfte, Ruhe und tolle Spiel- und Sportgelegenheiten.

Die Prebelower Küchenfrauen gaben sich sehr große Mühe und zum Abschluss gab es sogar Knödel, Fleisch und Kraut – fast wie zu Hause und natürlich wie jeden Tag einen Nachtisch.

Wir bedanken uns beim Prebelower Kinderland e.V. und ganz besonders seinem Chef Jürgen Wolf.

Aber unser außerordentlicher Dank gilt Ihnen und Ihrer Spendenbereitschaft. Tag für Tag rollten hier Pkws und Transporter mit Sachen an, auch für die Kinder aus Sachsen. Sogar aus dem Schwarzwald kam eine junge Frau mit ihrer Tochter mit einem Transporter voller Sachen. Wir alle fahren völlig neu eingekleidet nach Hause und können auch etwas für die Geschwister mitnehmen.

Wenn uns morgen der Bus vom Prebelower Kinderland e.V. mit den beiden sympathischen Fahrern Herrn Ribbeck und Herrn Boltze wieder nach Hause bringt, so fahren tolle Erinnerungen an Erlebtes mit, wie zum Beispiel unser Aufenthalt in Berlin als uns das Kindererholungswerk einen erlebnisreichen Tag gestaltet hat.

Danke auch den Linos-Club „Effi Briest“ aus Neuruppin und dem Gut Hesterberg und den vielen, vielen anderen, die uns mit Geld und Sachen geholfen haben, wie zum Beispiel ein Rentnerehepaar aus Rheinsberg. Wir verabschieden uns mit guten Eindrücken und Erlebnissen sowie besten Erinnerungen an Ihre Gastfreundschaft. Gern wären wir länger geblieben. Vielleicht gibt es mal ein Wiedersehen, hier oder bei uns!

Ihnen allen wünschen wir beste Gesundheit!

 

Milena Vlaskova, Projektleiterin und Dolmetscherin in Majdalena,

Südböhmen

 


Spenden

Wichtige Hinweise zur Ausstellung von Spendenquittungen, lesen Sie hier.


Wer nicht selbst bei den Hilfsaktionen mitwirken kann, aber trotzdem helfen möchte, kann dies mit Sach- oder Geldspenden tun. Bisher sind insgesamt 100 Millionen Euro an Spenden für die Flutopfer gesammelt worden. 

Der PARITÄTISCHE hat dafür ein Konto eingerichtet. Anders als die Soforthilfe für Privathaushalte, kommen diese Hilfen ausschließlich gemeinnützigen sozialen Einrichtungen zugute. Mit Ihrer Spende, helfen Sie, dass etwa Alten- und Pflegeeinrichtungen, Sozialstationen, Kindertagesstätten und Behindertenwohnstätten wieder einen Anfang finden können.
 

Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband

Bankverbindung:
Bank für Sozialwirtschaft Mainz
BLZ: 550 205 00 • Konto: 71 395 00
Stichwort: "
Hochwasserhilfe für soziale Einrichtungen“
  


 

Für Spenden direkt an betroffene Privathaushalte stehen Ihnen u. a. folgende Spendenkonten zur Verfügung: 

„Aktion Deutschland Hilft“ 

Bankverbindung:
Sozialbank Köln
BLZ: 370 205
00 • Konto: 10 20 30 


 

Hilfen für Mitgliedsorganisationen des PARITÄTISCHEN in Sachsen bitte direkt an:

„Hilfe für Helfer - Hochwasserhilfe“ 

Bankverbindung:
Bank für Sozialwirtschaft Dresden
BLZ: 850 205 00
• Konto: 3540204 

Aktion Mensch und das Deutsche Hilfswerk planen die Einrichtung von Sonderfonds für Betroffene und soziale Einrichtungen der Behindertenhilfe, der Jugend- und Altenhilfe. Näheres dazu im Laufe der nächsten Woche.


 

Auch Mitgliedsorganisationen haben Spendenkonten eingerichtet.

VOLKSSOLIDARITÄT
 Bundesverband e.V.

Bankverbindung:
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 850 205 00
• Konto: 3542006
 

Arbeiter- Samariter- Bund
Deutschland e.V.

Bankverbindung:
Sozialbank Köln
BLZ: 370 205 00
• Konto: 1888
Stichwort: "Hochwasser“  

 

Bei Rückfragen wenden sie sich bitte an: Petra K. Wolf
  Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
beim PARITÄTISCHEN, Landesverband Brandenburg e.V.
  Tel.0331 / 28497-44

Weitere Informationen zur Lage in den Hochwasserregionen finden Sie zum Beispiel unter:

www.wittenberge.de
www.herzberg-elster-stadt.de
www.brandenburg.de
www.orb.de/aktuell/hochwasser/service/

www.thw.de/sonderseiten/buergertelefone.htm
www.asb.de
www.parisax.net

 


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©2001, Der PARITÄTISCHE Landesverband Brandenburg e.V.
[letzte Aktualisierung: 17.09.2003/c.post]

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