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Pressemitteilung des
Paritätischen Brandenburg vom
18.08.11
Der Paritätische Brandenburg fordert
Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit
Der Paritätische
Brandenburg ist anlässlich der geplanten Kürzungen für freie
Schulen in Brandenburg enttäuscht von der Kurzsichtigkeit
der Landesregierung bei der geplanten Schulfinanzierung
freier Schulen.
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Das Land Brandenburg
fördert mit den Plänen eine weitere soziale Selektion in
Schulen im Land Brandenburg.
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Die geplanten Kürzungen
behindern bürgerschaftliches Engagement engagierter
Eltern und Schüler sowie
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verringern den Ausbau der
Vielfalt in der Bildungslandschaft.
Der Paritätische Brandenburg hält eine bevorzugte
Finanzierung staatlicher Schulen für nicht vertretbar.
Der Paritätische
Brandenburg fordert, freie und öffentliche Schulen
gleichermaßen zu finanzieren, damit freie Schulen kein
Schulgeld erheben müssen und somit allen Kindern –
unabhängig von ihrer sozialen Herkunft oder finanziellen
Möglichkeiten – offen stehen. Freie Schulen fördern
erfolgreich, oftmals in Zusammenwirken mit freien Trägern
der Kinder- und Jugendhilfe, die individuelle Entwicklung
jedes Kindes. Erst dadurch wird kein Kind zurückgelassen und
sichert sowohl die Zukunft des Individuums als auch der
Gesellschaft.
Das Schulsystem in
Deutschland zementiert soziale Ungleichheiten – dies wird
immer wieder von Bildungsexperten bestätigt. Nicht die
zukünftige finanzielle Schlechterstellung von freien
Schulen verbessert das hiesige Bildungssystem, vielmehr
müssen individuelle Konzepte, wie sie oftmals von freien
Schulen umgesetzt werden, die Vielfalt im Bildungssystem
bereichern und somit die Chancengleichheit von Kindern in
Brandenburg garantieren.
Nach Auffassung des
Paritätischen Brandenburg ist ein Ausbau freier Schulen und
die weitere Überführung öffentlicher Schulen in
Schulträgerschaften gemeinnütziger Träger unabdingbar, damit
Schulen den heutigen und zukünftigen Bildungsstandards
gerecht werden können. Staatliche Schulbürokratie und
zentralistische Schulführung entsprechen nicht den
Anforderungen einer heutigen Zivilgesellschaft. Der
Paritätische Brandenburg fordert mehr Eigenverantwortung –
weniger staatliche Eingriffe für alle Schulen, egal ob in
staatlicher oder freier Trägerschaft.
Der Paritätische ist davon
überzeugt, dass ein Nebeneinander von gleichberechtigten
staatlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft einen
positiven Entwicklungsschub auslöst – nicht zuletzt auch
durch die Erfahrungen im Bildungsbereich der
Kindertagesbetreuung, wo ein Nebeneinander zu einer
deutliche Qualitätssteigerung staatlicher und
frei-gemeinnütziger Einrichtungen führte.
Der Paritätische
Brandenburg ist Mitinitiator der Volksinitiative „Schule in
Freiheit“
www.schule-in-freiheit.de
Rückfragen bitte an:
Bettina Stobbe
Referentin Kindertagesbetreuung, Bildung und Familie
Fon: 0331 28497-44
Fax: 0331-284 97-30
E-Mail:
Bettina.Stobbe@paritaet-brb.de
Mit freundlichen Grüßen
Irene Dause
Irene Dause
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit
Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Brandenburg
e.V.
Tornowstraße 48
14473 Potsdam
Tel: 0331-284 97-22
Fax: 0331-284 97-30
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