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Seite aktualisiert am: 21.09.2011 14:54:52

Pressemitteilung des Paritätischen Brandenburg vom 18.08.11


Der Paritätische Brandenburg fordert Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit  

Der Paritätische Brandenburg ist anlässlich der geplanten Kürzungen für freie Schulen in Brandenburg enttäuscht von der Kurzsichtigkeit der Landesregierung bei der geplanten Schulfinanzierung freier Schulen.   

·         Das Land Brandenburg  fördert mit den Plänen eine weitere soziale Selektion in Schulen im Land Brandenburg.

·         Die geplanten Kürzungen behindern  bürgerschaftliches Engagement  engagierter  Eltern und Schüler sowie

·         verringern den Ausbau der Vielfalt in der Bildungslandschaft.

Der Paritätische Brandenburg hält eine bevorzugte Finanzierung staatlicher Schulen für nicht vertretbar.

Der Paritätische Brandenburg fordert, freie und öffentliche Schulen gleichermaßen zu finanzieren, damit freie Schulen kein Schulgeld erheben müssen und somit allen Kindern – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten – offen stehen. Freie Schulen fördern erfolgreich, oftmals in Zusammenwirken mit freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, die individuelle Entwicklung jedes Kindes. Erst dadurch wird kein Kind zurückgelassen und sichert sowohl die Zukunft des Individuums als auch der Gesellschaft.

Das Schulsystem in Deutschland zementiert soziale Ungleichheiten – dies wird immer wieder von Bildungsexperten bestätigt. Nicht die zukünftige  finanzielle Schlechterstellung von freien Schulen  verbessert das hiesige Bildungssystem, vielmehr müssen individuelle Konzepte, wie sie oftmals von freien Schulen umgesetzt werden, die Vielfalt im Bildungssystem bereichern und somit die Chancengleichheit von Kindern in Brandenburg garantieren. 

Nach Auffassung des Paritätischen Brandenburg ist ein Ausbau freier Schulen und die weitere Überführung öffentlicher Schulen in Schulträgerschaften gemeinnütziger Träger unabdingbar, damit Schulen den heutigen und zukünftigen Bildungsstandards gerecht werden können. Staatliche Schulbürokratie und zentralistische Schulführung entsprechen nicht den Anforderungen einer heutigen Zivilgesellschaft.  Der Paritätische Brandenburg fordert mehr Eigenverantwortung – weniger staatliche Eingriffe für alle Schulen, egal ob in staatlicher oder freier Trägerschaft.

Der Paritätische ist davon überzeugt, dass ein Nebeneinander von gleichberechtigten staatlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft einen positiven Entwicklungsschub auslöst – nicht zuletzt auch durch die Erfahrungen im Bildungsbereich der Kindertagesbetreuung, wo ein Nebeneinander zu einer deutliche Qualitätssteigerung staatlicher und frei-gemeinnütziger Einrichtungen führte.

Der Paritätische Brandenburg ist Mitinitiator der Volksinitiative „Schule in Freiheit“  www.schule-in-freiheit.de

Rückfragen bitte an:

Bettina Stobbe

Referentin Kindertagesbetreuung, Bildung und Familie

 

Fon: 0331 28497-44

Fax: 0331-284 97-30

E-Mail: Bettina.Stobbe@paritaet-brb.de

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Irene Dause

 

Irene Dause

Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit

 

Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Brandenburg e.V.

Tornowstraße 48

14473 Potsdam

 

Tel: 0331-284 97-22

Fax: 0331-284 97-30

E-Mail: irene.dause@paritaet-brb.de 


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[letzte Aktualisierung: 21.09.2011/i.dause]

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