Über uns - Fachberatung - Pflege, ambulante Dienste, Altenhilfe

 

 

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Jahresbericht 2008/2009: Pflege und Altenhilfe



Fachberatung Pflege und Altenhilfe

Die massiven Auswirkungen des Demografischen Wandels in Brandenburg und die Regelungen der Pflegereform vom Juli 2008 waren die Themen der Jahre 2008/2009. Der Paritätische konzentrierte sich bei der Begleitung der Mitgliedsorganisationen auf die zeitnahe Informationsvermittlung, Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mitgliedsorganisationen, persönliche Beratung und Positionierung der Themen in Gremien und Öffentlichkeit.  

 

 

1. Beratung, Information und Qualifikation

 

Die Fachberatung konzentrierte sich stärker als bisher an den Gegebenheiten vor Ort und baute die individuelle Begleitung der Mitgliedsorganisationen weiter aus. Im Berichtzeitraum wurden insgesamt 18 Mitgliedsorganisationen aufgesucht. Im Mittelpunkt der persönlichen Besuche standen die fachliche Beratung, Erörterung regionaler Problemlagen sowie Beratungen zu konzeptionellen Überlegungen der jeweiligen Mitgliedsorganisationen.

 

Der Beratungsbedarf bei den Mitgliedsorganisationen stieg nicht nur im Bereich der persönlichen Kontakte sondern auch in der telefonischen Beratung. In weit über 200 Telefonaten wurden leistungsrechtliche und versorgungsspezifische Fragen erörtert. Schwerpunkt der Beratungen bildeten die Regelungen zur Pflegereform vom 01. Juli 2008, die im Herbst 2008 aufgenommenen Vergütungsverhandlungen für die Leistungsbereiche der ambulanten Pflege und häuslichen Krankenpflege sowie die Entwürfe eines Landesheimgesetzes im Ergebnis der Föderalismusreform.

 

Neben der persönlichen Beratung sorgte der Paritätische mit der Durchführung von vier Facharbeitskreisen für Austausch, Diskussion und Wissensvermittlung. Außerdem förderte er die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mitgliedsorganisationen durch drei Fortbildungen zu den Themen:

  • Zusätzliche Betreuungsleistungen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz in ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen und die Chancen, die sich daraus ergeben.

  • Transparenzvereinbarung gem. § 115 SGB XI für den ambulanten und stationären Bereich sowie

  • Leistungsangebote und Konzepte gem. § 45a und 87b SGB XI.

Inhaltliche Schwerpunkte des Jahres 2008/2009 bildeten ebenfalls die Regelungen zur Pflegereform und die daraus resultierenden verschiedenen Initiativen, die Vergütungsverhandlungen im Rahmen der ambulanten Pflege und häuslichen Krankenpflege sowie die Entwürfe des Landesheimgesetzes und die heimvertragsrechtlichen Regelungen auf Bundesebene.

 

In Zeiten schneller politischer Veränderungsprozesse bestand das Bestreben des Referates darin, die Mitgliedsorganisationen nicht nur zeitnah und umfassend zu informieren - insgesamt erschienen 26 Ausgaben „Information Pflege“ - sondern auch Handlungsalternativen und Entwicklungschancen aufzuzeigen.

 

2. Gremien

Landespflegeausschuss

Der Demografische Wandel und die damit einhergehenden Probleme, wie der wachsende Personalmangel in der Pflege und steigende Pflegebedarfe haben nun auch den Landespflegausschuss erreicht. Im Frühjahr 2009 wurde u.a. eine Unterarbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Fachkraftentwicklung und -sicherung befassen soll. Er wird sich mit der Aus-, Fort- und Weiterbildung, Erarbeitung von Vorschlägen zur Anpassung landes- und bundesrechtlicher Rahmenbedingungen und Regelungen, der Erschließung personeller Synergien an den Schnittstellen ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Versorgung beschäftigen. Auch der Paritätische ist in dieser AG vertreten.

 

LIGA – Fachausschuss „Pflege“

Der LIGA-Fachausschuss kommt monatlich zusammen. Arbeitsschwerpunkte im Berichtszeitraum waren:

· fachliche Abstimmung und Vorbereitung zu Anhörungen im Landtag zu den Entwürfen eines Altenpflegehilfegesetzes sowie Pflege-Wohnbetreuungs-gesetzes im Land Brandenburg, als Nachfolgeregelung des Bundesheimgesetzes,

· Vorbereitung und Durchführung der Entgeltverhandlungen im Bereich der häuslichen Pflege und Krankenpflege und

· fachlicher Austausch und Meinungsaustausch mit Pflegekassen, MDK und Heimaufsicht zu Prüfergebnissen in der ambulanten und vollstationären Pflege sowie zu den neuen Qualitäts- und Strukturanforderungen als Folge der Pflegereform.

 

Arbeitskreis Pflege des Paritätischen Gesamtverbandes

Über den eigenen Tellerrand zu blicken, ist Aufgabe des Arbeitskreises Pflege im Paritätischen Gesamtverband. Was passiert in anderen Landesverbänden? Wie gehen sie mit sozialpolitischen Entwicklungen um? Sind diese Erfahrungen und Lösungen auf Brandenburg übertragbar? Auch hier spielt Kommunikation, von einander lernen, Synergieeffekte suchen und gemeinsame Strategien entwickeln eine entscheidende Rolle. Zweimal pro Jahr treffen sich die Referentinnen und Referenten der Landesverbände unter dem Dach des Gesamtverbandes und sorgen für Austausch.

 

3. Tagungen, Kongresse,  Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von steigendem Pflegebedarf, Fachkraftmangel und knapper Pflegebudgets wird es für viele Träger zukunftsentscheidend sein, ob es ihnen gelingt, hohe Qualität und innovative Konzepte zu attraktiven Preisen anzubieten. Unterstützung erhalten viele Mitglieder über die seit mehr als 10 Jahren

 

bestehende Qualitätsgemeinschaft Pflege (QgP), in der der Verband den Vorsitz inne hat. 2008 diente die jährlich stattfindende Fachtagung gleichzeitig als Abschlussveranstaltung der durch das MASGF geführten Pflegeinitiative „Später ist jetzt“. Die Tagung war vor allem von Erwartungen geprägt: An den Gesetzgeber im Kontext der Neufassung des Heimgesetzes, an die Kassen im Hinblick auf vernünftige Entgeltabschlüsse, an die Träger in Bezug auf Phantasie und Mut bei der Entwicklung neuer Wohn- und Versorgungsformen für Pflegebedürftige. Erwartungen, von denen manche in den letzten Monaten umgesetzt werden konnten.

 

Die QgP unterstützt sie dabei durch Fachtagungen und erschwingliche Zertifizierungsverfahren.

 

Weitere, interessante Tagungen waren der Hauptstadtkongress im Mai 2009, inzwischen der größte Gesundheits- und Pflegekongress Deutschlands und ein kurz darauf in Potsdam stattfindender Pflegekongress des Paritätischen Gesamtverbandes, zu dem das Fachreferat einen Workshop zum Thema „Ambulante Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz“ beisteuerte.

 

4. Projekte

Neue Probleme bedürfen innovativer Lösungen, fern von bestehenden Denkstrukturen und fern von kreativen Beschränkungen. Deshalb hat der Paritätische Landesverband im Frühjahr 2009 gemeinsam mit dem Institut für Gerontologie Berlin und dem Gemeinschaftswerk soziale Dienste Nauen e.V. ein Modellprojekt zur besseren Versorgung von Menschen nach Schlaganfall in Form ambulanter, therapeutischer Wohngemeinschaften initiiert. Das Projekt wird von der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe unterstützt. Von den Ergebnissen des Modellprojektes verspricht sich der Verband neue Impulse auch für andere Paritätische Träger, die von dem Wissen und der praktischen Erfahrung profitieren können.

 

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©2001, Der PARITÄTISCHE Landesverband Brandenburg e.V.
[letzte Aktualisierung: 30.05.2006/irene dause]

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