Journal by Fax MANAGEMENT HYPERTONIE
JOURNAL BY FAX

Ein Projekt des Herz-Kreislauf-Telefons der Hochdruckliga
mit Unterstützung von Servier Deutschland GmbH

Wissenschaftlicher Beirat: G. Bönner, H.-D. Faulhaber, M. Middeke, R. Schmieder, P. Stolte

4. Jahrgang 2004; Nr. 2

Was der Hypertoniker auf Reisen bedenken soll ! - Teil 1

Allgemeine Empfehlungen
Unabhängig von dem Vorliegen einer Hypertonie ist vor jeder Reise in ferne Länder zu prüfen, ob die Krankenversicherung für den gesamten Reisebereich gültig und ob eventuell eine zusätzliche Reisekrankenversicherung mit Rücktransport- versicherung abzuschließen ist.
Die regionalen Impfvoraussetzungen sind zu prüfen und bei fehlenden Impfungen ist ein Impfplan rechtzeitig zu erstellen.
Im Falle von chronischen Erkrankungen ist es immer sinnvoll, den letzten Arztbericht mit im Gepäck zu führen, möglichst auch in einer international verwendbaren Übersetzung. Zudem empfiehlt es sich, die Inhaltsstoffe der Medikamente mit Dosis zu kennen, da die Medikamentennamen im Ausland oft anders sind.


Höhe
Ein sicherer und gesundheitlich unproblematischer Aufenthalt ist in der Regel immer bis in Höhen von 1.000 m gegeben. Von 1.000 bis 2.500 m Höhe ist je nach klinischer Symptomatik zu entscheiden. Unkomplizierte, gut eingestellte Hypertoniker dürfen sich in solchen Regionen aufhalten und aktiv sein. Die Höhenadaptation dauert in der Regel 5 Tage. In diesen ersten Tagen sollen sich die Patienten noch schonen und weniger belasten. Für Hypertoniker und auch Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit ist es in diesen mittleren Höhen unproblematisch, beim Bergwandern Höhenunterschiede von 500 bis 700 m pro Tag zu bewältigen. Schlecht eingestellte Hypertoniker und solche mit assoziierten Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzinsuffizienz begeben sich mit zunehmender Höhe eher in Gefahr und tun gut daran, den Aufenthalt zeitlich nicht zu lange auszudehnen und größere Anstrengungen zu meiden. In Höhen von 2.500 bis 3.500 m ist der Aufenthalt für Hypertoniker nicht generell auszuschließen. Er sollte zeitlich aber kurz begrenzt sein und dem Patienten keine körperlichen Anstrengungen mehr abverlangen.

Literatur: 1. Rost R (1993) Mit Hochdruck in den Urlaub. Echoverlag Köln 2. Huonker M (2003) Was tun, wenn tolle Kerle kollabieren. MMW-Fortschr Med 145: 746-748 [Pubmed Abstract] 3. Spira AM (2003) Preparing the traveller. Lancet 361: 1368-1381 [Pubmed Abstract]
Bei Rückfragen oder Interesse an Literatur zu diesem Thema stehen wir Ihnen unter der Fax-Nr. 089/57095-126 gerne zur Verfügung.
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