Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdruckes –
Deutsche Hypertonie Gesellschaft e. V.
Kompetenzzentrum Bluthochdruck
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Mit Entschlossenheit gegen Bluthochdruck bevor es zur Katastrophe kommt

Bluthochdruck - lange stumm aber niemals harmlos!

In den allermeisten Fällen verursacht der Bluthochdruck selbst zunächst gar keine Beschwerden. Das führt leider oft dazu, dass diese Krankheit zu spät erkannt wird oder viele Betroffene nicht oder nicht entschlossen genug behandelt werden. Als Folge davon kann es dann später zur Katastrophe kommen: zu schweren Folgeschäden an den Organen, den sogenannten Endorganschäden. Gut bekannt und besonders einschneidend sind der Herzinfarkt und der Schlaganfall. Doch auch die Nieren können durch einen unbehandelten Bluthochdruck bis zum völligen Funktionsverlust geschädigt werden.

Um Bluthochdruck-bedingte Schäden an unseren Organen zu verhindern oder abzumildern, ist die Senkung des Blutdrucks die wichtigste Maßnahme. Dass das mit blutdrucksenkenden Medikamenten gelingt, wurde in vielen groß angelegten Studien zweifelsfrei dokumentiert und bewiesen.

Die Katastrophe verhindern - welches Mittel ist am besten geeignet?

Die Frage, ob bestimmte Antihypertensiva (Medikamente zur Blutdrucksenkung) besser geeignet sind als andere, um Endorganschäden zu verhindern, und ob nicht die Hypertoniebehandlung aufgrund von Wirksamkeits- und Kostenargumenten bevorzugt mit einem Diuretikum begonnen werden sollte, wird in letzter Zeit sehr kontrovers diskutiert. Dabei wird vor allem auf die sogenannte ALLHAT-Studie (ALLHAT = Antihypertensive and Lipid-Lowering Treatment to Prevent Heart Attack Trial) verwiesen. Und es wurden auch schon ökonomische Berechnungen über das vermeintliche Sparpotential bei breiterem Einsatz von Diuretika in der Hypertoniebehandlung präsentiert.

Es kann hier nicht im Detail auf diese in vieler Hinsicht problematische Studie eingegangen werden. Jedenfalls sollten über die Generalisierung dieser einen Studie nicht die Ergebnisse anderer Studien vernachlässigt werden, die bei vergleichbar sorgfältig durchgeführter Datenerhebung und statistischer Aussagekraft zum Teil ganz andere Ergebnisse brachten.

Stellungnahme der Hochdruckliga zur medikamentösen Hochdrucktherapie

Die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt in ihrer Doppelfunktion als wissenschaftliche Fachgesellschaft und Interessenvertretung der betroffenen Patienten und in Übereinstimmung mit anderen Fachgesellschaften und Organisationen, dass die optimale blutdrucksenkende Therapie eine sorgfältige und subtile Abwägung der verfügbaren Therapieoptionen - Diuretika, Betablocker, Kalziumantagonisten, ACE-Hemmer und AT1-Rezeptorenblocker (Sartane) - erfordert. Eine einseitige Bevorzugung der Diuretika, insbesondere aus ökonomischen Erwägungen, ist aus der derzeitigen Datenlage heraus nicht zu begründen.

Noch Fragen? Rufen Sie an beim Herz-Kreislauf-Telefon der Deutschen Hochdruckliga unter 06221 / 47 48 00 von Montag bis Freitag 9.00 bis 17.00 Uhr.