Journal by Fax MANAGEMENT HYPERTONIE
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Ein Projekt des Herz-Kreislauf-Telefons der Hochdruckliga
mit Unterstützung von Servier Deutschland GmbH

Wissenschaftlicher Beirat: G. Bönner, H.-D. Faulhaber, M. Middeke, R. Schmieder, P. Stolte

3. Jahrgang 2003; Nr. 09

Nur konsequente Behandlung eines obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms senkt erh öhten Blutdruck

Eine arterielle Hypertonie ist eine häufige Folgeer-krankung eines obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms. Charakteristisch ist die häufig zu beobachtende nächtliche Blutdruckerhöhung, die früh in der Nacht beginnt und dann kontinuierlich bis zum Aufwachen ansteigt. Als Ursache wird eine Stimulation des sympathischen Nervensystems angesehen, die an den erhöhten Plasmakonzentrationen der Katecho-lamine gemessen werden kann. Eine Beseitigung des obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms kann in kurzer Zeit zu einer Absenkung oder auch Normalisierung des erhöhten Blutdrucks führen.
Zur Therapie des obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms stehen verschiedene Strategien zur Verfügung. So wurde früher der Einsatz von Theophyllin zur erhöhten Ansprechbarkeit des Atemzentrums diskutiert. In Einzelfällen wird heute noch das Lagetraining, zum Beispiel mit in eine Jacke eingenähten Tennisbällen, vorgeschlagen. Auch oro-pharyngeale Eingriffe oder mechanische Hilfe zur Vorverlagerung des Zungengrundes werden dem Patienten angeboten. Alle diese Verfahren vermögen die Zahl der Hypo-/Apnoen pro Stunde zu senken, doch selten sind sie in der Lage, das Apnoe-Syndrom langfristig ganz zu beseitigen. Die nasale Einstellung eines kontinuierlichen positiven Druckes in den Atemwegen (nCPAP) ist die zuverlässigste Möglichkeit, das Apnoe-Syndrom erfolgreich zu behandeln. Die Einstellung des positiven Druckes in den Atemwegen muss genau erfolgen und regelmäßig kontrolliert werden, wie die Untersuchung der Marburger Arbeitsgruppe um H. Peter in der letztlich publizierten Studie zeigte:
Sie untersuchten randomisiert an 32 Patienten mit ausgeprägtem obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndromüber 9 Wochen den Effekt einer strengen nCPAP-Therapie (tT) im Vergleich zu einer subthera-peutischen Behandlung (sT). Der Apnoe-/Hypopnoe-Index wurde dementsprechend in der tT-Gruppe von 62,5 auf 3,4 n/h gesenkt, in der sT-Gruppe nur von 65,0 auf 33,4 n/h. Sauerstoffentsättigungen unter 90 % gingen in der tT-Gruppe von 33,6 auf 1,1 % der Schlafzeit zurück, in der sT-Gruppe von 36,2 auf

Literatur: 1. Becker HF, Jerrentrup A, Ploch T, et al. (2003) Effect of nasal continuous positive airway pressure treatment on blood pressure in patients with obstructive sleep apnoe. Circulation 107(1): 68–73 [ Abstract ] 2. de Zeeuw J, Baberg HT, Kempkens DJ, et al. (2003) Verbesserung der gesundheitsspezifischen Lebensqualität unter CPAP-Therapie bei Patienten mit obstruktivem Schlafapnoesyndrom. Med Klin 98(4): 181–187 [ Pubmed Abstract ]
Bei Rückfragen oder Interesse an Literatur zu diesem Thema stehen wir Ihnen unter der Fax-Nr. 089/57095-126 gerne zur Verfügung.
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