Laufende Projekte


DEMOGRAPHIE-FIT
durch ein interkulturelles betriebliches Age- und Gesundheitsmanagement (2012)


Deutschland wird älter und bunter – die Kundschaft und der Arbeitsmarkt verändern sich immer mehr. Mitte 2012 startete unser Projekt „Interkulturelles betriebliches Age-/Gesundheitsmanagement für Klein- und Mittelbetriebe“, das mit Bundes- und EU-Mitteln gefördert wird. Es will kleine und mittlere Betriebe dabei unterstützen, sich auf den Wandel einzustellen, das große Potential der neuen Vielfalt zu erkennen und für sich zu nutzen. Unternehmen können sich kostenneutral am Projekt beteiligen.

Deutschland im Wandel Die Zuwanderung von Migranten und die demographische Entwicklung verändern auch den Arbeitsmarkt, die Kundschaft und die Belegschaft. Wenn ein Unternehmen wirklich zukunftsfähig werden will, dann müssen Alt und Jung lernen, Hand in Hand zu arbeiten, unabhängig von ihrer Hautfarbe und Herkunft, Religion oder Weltanschauung.
Die demographische Entwicklung und die längere Lebensarbeitszeit sowie der zunehmende Mangel an Fachkräfte-Nachwuchs machen es immer wichtiger, aus dem weiten Spektrum eines Diversity-Managements dem betrieblichen Age- und Gesundheitsmanagement besonderes Augenmerk zu widmen.

Eine zukunftsweisende Personalpolitik und gesunde Mitarbeiter/innen sind gerade für Klein- und Mittelbetriebe entscheidende Wettbewerbsfaktoren. Häufig überaltern Betriebe in Deutschland allerdings, ohne es rechtzeitig zu bemerken und entsprechende Maßnahmen zu treffen. Vor allem im Mittelstand ist die Dimension dieses Problem mit seiner Auswirkung auf das gesamte Unternehmen noch nicht ausreichend beachtet. In unserem Modell-Projekt, das bis Ende 2014 läuft, sollen Strategien entwickelt werden, wie dem demographischen Wandel in mittelständischen Betrieben begegnet werden kann. Die Konzepte sollen passend zu den unterschiedlichen Größenordnungen der Unternehmen sowie den spezifischen Bedürfnissen der Betriebe entwickelt werden. Da der Migrantenanteil in den Unternehmen immer größer und zur Sicherung des Fachkräfte-Nachwuchses auch immer wichtiger wird, ist es sinnvoll, gesundheitsbezogene Maßnahmen für die Belegschaft von Beginn an interkulturell auszurichten, um unterschiedlichen Herangehensweisen an Gesundheitsthemen gerecht zu werden.

Link: DIVERSIS



Allgemeines zur Projektarbeit bei VIA
Die Projektarbeit hat im VIA in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Dabei decken wir eine große Bandbreite von Themen ab. Von antirassistischen Projekten über Kultur, Sport, Gesundheit, Bildung, Flüchtlingsarbeit bis hin zu Internationalem Jugendaustausch sind viele Schwerpunkte vertreten. Allen gemeinsam ist: Es steht der Mensch im Mittelpunkt, der nach Deutschland bzw. Europa einwandert.

Immer wichtiger werden Verbundprojekte, bei denen wir zusammen mit unseren Mitgliedsgruppen die Arbeit gestalten. Dabei entstehen Synergien, die für alle Beteiligten vorteilhaft sind. Kleinere Gruppen kommen zum einen auf diesem Wege in den Genuss von Fördergeldern, die sonst nicht erreichbar wären, und können sich zum anderen auf ihre Stärken, die inhaltliche Arbeit konzentrieren. Während die konkrete Arbeit in den Stadtteilen vor Ort von den Mitgliedsgruppen geleistet wird, übernimmt VIA die Akquise der Fördermittel, die Projektverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Koordinierung, Weiterbildung der Mitarbeiter/innen und die Schaffung von Kooperationen mit externen Partnern. Das Projekt bekommt so den Zugang zur Zielgruppe des Projekts mit Kooperationspartnern im Rücken, die das Vertrauen der Zielgruppe genießen, die wissen, wo die Probleme liegen und wie sie zu lösen sind.

Diese Konzeption findet zunehmend Anerkennung bei den zuschussgebenden Stellen. Die finanziellen Mittel für die Projekte kommen vorwiegend von der EU, von Landes- und Bundesbehörden sowie von Stiftungen. Hier sind insbesondere die AKTION MENSCH, aber auch die Krupp-Stiftung zu nennen.

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