Neuigkeiten aus der EU
zuletzt aktualisiert am 07.10.08
Europäischer Journalistenpreis
„Für Vielfalt - Gegen Diskriminierung“ -
Sonderpreis gegen die Diskriminierung gegen Roma
Eingereicht werden können Artikel, die zwischen dem 1. Januar und dem 31.
Oktober 2008 in gedruckter Form oder online erschienen sind. Die Artikel sollen
die Werte der Verschiedenartigkeit hervorheben. Der Textinhalt soll sich gegen
die Diskriminierung aufgrund der Religion oder der Weltanschauung, einer
Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung, der Rasse oder der
ethnischen Herkunft richten.
Nach Einsendeschluss werden in allen 27 EU-Staaten Jurys den jeweils besten
Artikel auswählen. Aus diesen 27 Landessiegern wird eine Jury die drei besten
Werkstücke und den Gesamtsieger ermitteln. Die Gewinner werden mit Preisen bis
zu 4500 Euro belohnt.
Der Sonderpreis ist für einen Artikel vorgesehen, der sich mit der
Diskriminierung der Roma auseinandersetzt.
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„Stoppt das Sterben“
PRO ASYL will mit dieser Aktion auf den
Zustand an den europäischen Außengrenzen hinweisen. Sie wendet sich an alle
Bürger und Bürgerinnen in Europa, sich mit ihrer Unterschrift gegen die
unrechtmäßige Ablehnung von Flüchtlingen auszusprechen. Ihre besondere
Aufmerksamkeit ist auf die Einsätze von FRONTEX gerichtet, die in
internationalen und territorialen Gewässern Flüchtlingsboote zurückdrängen und
verfolgen.
Diese Kampagne soll die EU-Staaten erinnern, Flüchtlingen ein faires
Asylverfahren zu garantieren.
Am 10.Dezember (Tag der Menschenrechte) sollen die Unterschriften dem
Europäischen Parlament übergeben werden. Die Unterschriftslisten und weitere
Materialien sind zu finden unter:
www.proasyl.de oder
www.stoppt-das-sterben.eu
Mehr Bildungschancen für
Migrantenkinder
Dazu sollen die Bildungssysteme in den EU-Mitgliedsstaaten verbessert werden.
Mit einem von der EU herausgegebenen Grünbuch wird die Debatte darüber eröffnet.
Der Schwerpunkt im neuen Grünbuch ist gerichtet auf das Verhindern von
Benachteiligungen bei Migrantenkindern in der Schule. Es soll mehr dafür getan
werden, dass diese Jugendlichen nicht vorzeitig die Schule verlassen. Ebenso
sollen sie mehr motiviert werden, ein Hochschulstudium anzustreben.
Infos hier:
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Kritik an Griechenland
Der Europäische Rat für Flüchtlinge und Exilanten (ECRE) verlangt einen Stopp
aller Abschiebungen von Flüchtlingen nach Griechenland. Kritisiert wird, dass
die griechischen Behörden im Jahr 2007 keinem Asylbewerber aus Afghanistan und
dem Irak umfassend Schutz gewährt haben. Während in Deutschland, Schweden und
Zypern in 2007 über 80% aller irakischen Antragsteller sofort als Flüchtlinge
anerkannt wurden, hatte Griechenland eine Anerkennungsquote in 1. Instanz von
null Prozent. Deshalb verlangt ECRE von den 27 EU-Staaten keine weitergereisten
Asylbewerber mehr nach Griechenland zurückzuschicken.
Texte gesucht
Für ein Buchprojekt über traditionelle Spiele
in verschiedenen europäischen Ländern sucht eine Autorinnengruppe Textbeiträge.
Infos hier:
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Plakate für die Europawahl
Die Bundesregierung, das Europäische
Parlament und die EU-Kommission veranstalten einen Wettbewerb im Rahmen der
"Aktion Europa". Kreative Jugendliche ab 17 Jahren und Gruppen von 3 oder 4
jungen Erwachsenen sind aufgerufen, Plakate für die Europawahl am 07. Juni 2009
zu gestalten.
Mit dieser Kampagne sollen sich Jungwähler/-innen angesprochen fühlen, zur Wahl
zu gehen.
Drei Teams können einen dreitägigen Aufenthalt nach Berlin gewinnen. Das beste
Plakat wird in der Aktion „Europa – zur Europawahl“ verwendet. Die
Arbeitstechnik ist freigestellt. Es werden handgemalte oder auch mit dem
Computer erstellte Entwürfe angenommen.
Eingeschickt werden müssen die Beiträge in Papierform, nicht größer als DIN A2
(42 x 59,4 cm) bis zum 31.Dezember 2008.
Näheres unter:
http://www.europa-plakatwettbewerb.de/
Aktives Altern
Beim NRW-Generationenministerium läuft das EU-Projekt AAMEE (Active Ageing of
Migrant Elders across Europe), ein Mix von wissenschaftlichen und praktischen
Aktivitäten. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass Vielfalt innerhalb der
Bevölkerung auch bei den älteren Menschen weiter zunehmen wird. Ältere Menschen
mit Zuwanderungsgeschichte - das bedeutet Chancen, das bedeutet Vielfalt.
Deswegen muss es ein Ziel sein, die Potenziale dieser Menschen zu nutzen sowie
ihre soziale, kulturelle und wirtschaftliche Integration zu fördern. Der Fokus
von AAMEE liegt auf dem ehrenamtlichen Engagement sowie der Entwicklung von
neuen kultursensiblen Produkten und Dienstleistungen, zum Beispiel in den
Bereichen Wohnen, Pflege, Bildung, Freizeit, Kultur und Marketing.
Im Rahmen von AAMEE werden 2 Good-Practice-Wettbewerbe durchgeführt. Hierzu
werden Projekte gesucht, die bis zum 15. August gemeldet werden können. Näheres
unter: www.aamee.eu
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Das
"Europäische Jahr des Interkulturellen
Dialogs" läuft.
Näheres im Internet: |
Integrationspolitik
Die "Migration Policy Group"
und das Institut "British Council" haben eine breit angelegte von der EU
finanzierte Untersuchung über die Integrationspolitik europäischer Staaten und
Kanadas durchgeführt. Schweden führt die Ranking-Liste an, Lettland bietet
Einwanderern die schlechtesten Möglichkeiten, Deutschland liegt im Mittelfeld.
Es wurden insbesondere diese Bereiche untersucht:
* Einwanderung und Familienzusammenführung,
* Aufenthaltsrecht,
* Einbürgerung,
* politische Teilhabe,
* Arbeitsrecht
* sowie Anti-Rassismus- und Diskriminierungsgesetze.
Bei der Familienzusammenführung und der Politischen Teilhabe rangiert
Deutschland überdurchschnittlich hoch und wird mit "leicht
integrationsfreundlich" eingestuft. In der Unter-Kategorie „politische
Freiheiten“ erreicht Deutschland sogar 100 Punkte (von 100 möglichen), u. a.
weil Migranten Vereine gründen und politischen Parteien beitreten können.
Allerdings wird sehr wohl wahrgenommen und kritisiert, dass Migranten mit einer
dauerhaften Aufenthaltserlaubnis nur auf kommunaler Ebene wählen dürfen.
Bei der Antidiskriminierung und dem Arbeitsmarktzugang fällt Deutschland hinter
die Mittelwerte zurück. Auch bei der Einbürgerung gibt es nur 2 (!) Staaten, die
schwerere Aufnahmebedingungen haben, nämlich Österreich und Dänemark. Insgesamt
schneidet Deutschland in diesem Bereich schlechter ab als in einer Vorstudie aus
dem Jahr 2004. Das liegt u.a. daran, dass Bewerber mit krimineller Vorgeschichte
abgelehnt werden.
Die gesamt Studie gibt es hier:
[
Integrationspolitik
]

EU-Wettbewerbe
Welche Wettbewerbe schreibt
die EU aus, welche Preise gibt es zu gewinnen? Darüber informiert der
Internet-Auftritt der Europäischen Kommission auf einer Website.
Ob MusikerInnen, FotografInnen, junge WissenschaftlerInnen oder ArchitektInnen -
wer kreativ ist und seine Leistung mit der anderer messen möchte, wird hier
gewiss fündig. Die Bandbreite ist groß: Sie reicht vom Europäischen
Fotowettbewerb für Vielfalt über den Europa-Nostra-Preis bis hin zum
Mies-van-der-Rohe-Preis, dem europäischen Preis für zeitgenössische Architektur.
http://ec.europa.eu/prizes_competitions/culture/index_de.htm
Das Europa-Lexikon
Auf dem Internet-Auftritt der Bundesregierung gibt es eine interessante Seite
mit Infos zur EU: Das EUROPA-LEXIKON. Von A wie Agrarpolitik (Okay, gerade das
hört sich nicht sooo spannend an, ist aber das erste Stichwort. Es gibt
Interessanteres...) bis Z wie Zeittafel mit wichtigen Terminen im europäischen
Einigungsprozess. Wer schnell mal kurz eine Info über die EU sucht, ist hier
ganz richtig.
Weitere Infos zum Thema "Wie funktioniert Europa?" mit den einzelnen Organen der
EU wie
- Der Europäische Rat / Ratspräsidentschaft
- Das Europäische Parlament
- Die EU-Kommission
- Der Europäische Gerichtshof
- Der Europäische Rechnungshof
- Der Wirtschafts- und Sozialausschuss
- Der Ausschuss der Regionen
- Die Europäische Zentralbank
- Der Europäische Bürgerbeauftragte
- Die Europäische Investitionsbank
mit den entsprechenden Links runden die Seite ab.
Zusätzlich gibt es Fakten zum EU-Recht und der Gesetzgebung sowie dem Thema
"Deutschland und Europa".
Zuletzt noch ein "Rundgang durch die EU-Institutionen".
http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Politikthemen/AussenpolitikundEU/EU/EUGlossar/europa-lexikon.html
Datenbank: CONECCS
In der Nachfolge der Datenbank CONECCS gibt es seit Frühjahr 2008 ein neues
freiwilliges Register von Einrichtungen von Interessensvertretungen bei der EU.
Die Europäische Kommission möchte die Bürger darüber informieren, welche
allgemeinen oder besonderen Interessen den Entscheidungsfindungsprozess der
EU-Institutionen beeinflussen und welche Mittel für die Interessenvertretung
bereitgestellt werden. Interessenvertreter, die sich in das Register eintragen,
können so ihr Engagement für die Transparenz und die Rechtmäßigkeit ihrer
Tätigkeiten unter Beweis stellen. Bei der Registrierung erklären sie sich
bereit, einen Verhaltenskodex zu befolgen.
Zum Register:
https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/welcome.do?locale=de#de
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Antidiskriminierung |
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Die Generaldirektion „Beschäftigung und soziale Angelegenheiten“ der EU hat eine Internetseite mit vielen wichtigen Links zum Thema „Antidiskriminierung“ zusammengetragen. Sie führen zu Informationen über den Stand der Umsetzung der EU-Richtlinien in den einzelnen Mitgliedsstaaten, zum Aktionsprogramm der EU, zu laufenden Projekten, die in seinem Rahmen gefördert werden und Vieles mehr. weiter... |
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